Zerotech Dobby 4k Drohne- Testbericht, Fotos & Preise

Zerotech Dobby Selfie-Drohne (Quadrocopter) - klappbar

Selfie-Stick zu langweilig? Actioncam zu perspektivlos? Dann haben wir genau das richtige für euch. Wir stellen euch heute eine weitere Selfiedrohne vor. Mit der Selfiedrohne namens Zerotech Dobby möchte der chinesische Hersteller Zerotech den Markt der Selfiedrohnen erobern. Im Gegensatz zu normalen Selfiedrohnen, wie z.B. der hier kürzlich vorgestellten Yuneec Breeze bringt sie aber genau zwei Besonderheiten mit.  Es ist die geringe Größe und Mobilität.

Die Zerotech Dobby Selfie-Drohne im Flug
Die Zerotech Dobby Selfie-Drohne im Flug

Mit einem Preis von 399$ (umgerechnet 381,49€ – Stand Januar 2017´) richtet sie sich an Copter-Fans oder die, die es werden möchten und dabei die 400€-Grenze nicht überschreiten wollen. Ein Zusammenbau ist ebenfalls nicht von Nöten, sie wird nur in der RTF-Version (Ready To Fly) geliefert. Im Gegensatz zu anderen Quadrocoptern lassen sich die vier Rotorarme einfach in die Mitte klappen. So zusammengefaltet ist Dobby schmaler als viele aktuelle Smartphones. Natürlich ist sie dicker, aber mit knapp 200 Gramm Gewicht auch nicht viel schwerer. So passt sie in jede Hosen- oder Handtasche.


Was mittlerweile typisch ist, dass die Selfiedrohnen mit einem Smartphone oder Tablet per App gesteuert werden. Das ist auch bei dieser Drohne der Fall. Somit entfällt das lästige Schleppen der Fernbedienung. Ein Smartphone hat mittlerweile ja fast jeder immer und überall dabei. Mal ebenso spontan Bilder oder Selfies mit Freunden aus der Luft knipsen? Ab sofort kein Problem mehr.

Wenn ich diesen Copter mit anderen Selfiedrohnen vergleiche, ist sie die Günstigste. Die Yuneec Breeze kostet beispielsweise 500€. Dennoch ist sie nicht die schlechteste, obwohl die Konkurrenz ziemlich groß ist.  Doch trotz ihrer geringen Größe steckt in Ihr viel Technik. Schaut gerne mal auf unserer Seite zum Thema Quadrocopter kaufen vorbei – dort könnt ihr euch zahlreiche Modelle ansehen und vergleichen.

YouTube Video zur Dobby Zerotech

Wir wollen euch nicht vorenthalten, was die Zerotech Dobby alles kann (und was nicht) und wieviel Technik in ihr steckt. Um einen ersten Überblick zu bekommen haben wir hier ein Herstellervideo von Zerotech für euch. Dort erfahrt ihr die wichtigsten Features auf einen Blick. Unterhalb des Videos geht es weiter.

Erster Überblick zum Zerotech Dobby 4k Quadrocopter

Natürlich sind mir nach ein paar Flugstunden ein paar positive sowie negative Sachen aufgefallen. Sie dienen dazu, um einen groben Überblick zu bekommen.

Vorteile:

  • Im Vergleich zur Yuneec Breeze für einen recht günstigen Preis zu haben (unter 400 Euro)
  • Sehr gut transportierbar durch die klappbaren Rotorarme
  • Nur 200 Gramm schwer und somit 50 Gramm unter der Grenze der Drohnenregistrierungspflicht (Hier Infos zum Thema Drohne Flugerlaubnis und Genehmigung lesen)
  • Qualität der Fotos sehr gut
  • Windunempfindlich bis 28km/h

Nachteile:

  • Komplizierte App-Bedienung
  • Fehlende Fernbedienung (komplizierte Flugmanöver sind somit nicht möglich, da das haptische Feedback der Steuerknüppel fehlt)
  • Nur 6 min Flugzeit
  • Durch elektrische Bildstabilisierung schwarze Balken im Video
  • Qualität der Videos ausreichend, ohne Bildstabilisierung eher nicht zu gebrauchen

Was kann der Selfie-Copter von Zerotech?

Die verbaute Technik

Der Zerotech Dobby Selfie-Quadrocopter von unten

Im Inneren werkelt ein typischer Smartphone-Prozessor. Der in dem Samsung Galaxy S5 verbaute Snapdragon 801 von Qualcomm findet hier seinen Platz. Fotos und Video werden auf dem 16 GB großen internen Speicher abgelegt und mit Eurem Handy synchronisiert. Die Positionierung der Drohne wird im Außenbereich durch GPS und duale Satellitenortung gesteuert. Im Innenbereich kommen ein Sonar und eine Optical-Flow-Positionierung (ähnlich wie bei einer Computermaus) zum Einsatz. Dadurch ist sogar ein Starten (und auch Landen) aus der Hand möglich.

Die Kamera

Front-Ansicht des Zerotech Dobby Selfie-Copters

Hier findet man eine 4K-Kamera an Board. Dies gilt jedoch nur für Fotos. Sie werden mit einer Auflösung von 4208×3120 Pixel bei 13 Megapixel geschossen. Bei hellem Licht ist die Bildqualität sehr gut. Zwar wirbt Zerotech mit 4k, die Videos die herauskommen werden aber durch die elektronische Bildstabilisierung auf 1080p, also 1920×1080 Pixel umgerechnet, damit das Bild stabiler aussieht. Dies funktioniert aber leider nicht so gut, die gemachten Videoaufnahmen waren von einem Jello-Effekt durch starke Vibrationen umgeben und deshalb nicht unbedingt zu gebrauchen. Hinzu kommt, dass durch EIS (Electronic Image Stabilization) schwarze Ränder zu sehen sind, was die Videos unbrauchbar macht. Wird die elektronische Bildstabilisierung ausgeschaltet, werden die Videos zu verwackelt und unscharf. Details lassen sich so kaum erkennen. Schade – dass hätte Zerotech eigentlich besser lösen können.

[UPDATE]: Seit dem letzten Update (v2.28) hat sich in Sachen Bildstabilisierung und Videoqualität einiges getan. Die schwarzen Ränder sind jetzt nur noch bei sehr starken Verwackelungen zu sehen, das Bild wird insgesamt besser stabilisiert, sodass das Videomaterial jetzt auch brauchbar ist. Die Videos sind jetzt scharf und detailreich.

Die App des Zerotech Dobby Quadrocopters

Ohne sie läuft bzw. fliegt hier nichts. Gemeint ist hier keine Fernsteuerung, sondern die Do.Fun-App für die Drohne. Für eine Selfiedrohne gibt es meist keine Fernbedienung, damit sie überall mit hingenommen werden können. Hier ist das ebenfalls der Fall. Wer möchte denn bitte jede Menge Zubehör mitschleppen, um mal eben ein Selfie mit der Zerotech Dobby zu schießen? Umso schöner finde ich die Tatsache, dass sich die Drohne via App über das Smartphone steuern lässt. Die für iOS und Android erhältliche App wird dazu einfach aus dem jeweiligen Store heruntergeladen und installiert. Den App-Namen „Do.Fun“ ist sehr gelungen, denn ins Deutsche Übersetzt bedeutet es so viel wie „Spaß haben“ – und das hat man hier auf jeden Fall.

Wie bei den anderen Selfie-Quadrocoptern auch kommt die App mit verschiedenen Flug- und Aufnahmemodi daher. Ich stelle sie euch hier vor und gehe darauf genauer ein.

Die Übersicht der App

Zerotech Dobby - Steuerung über die App

Hier seht ihr übrigens den Aufbau der App. Sie ist klar strukturiert was die virtuellen Steuerknüppel und Flugmodi angeht. In der oberen Leiste können wir in Echtzeit die Enfernung, die Flughöhe sowie den Batteriestand der Zerotech Dobby  einsehen. Auf der linken Seite finden wir einen Abheben/Landen-Button, ein Mikrofon-Symbol für Sprachbefehle (zum Landen/Starten) und darunter einen Reiter für die Flugmodi. Auf der rechten Seite befinden sich die Einstellungen, unter anderem für die Aufnahmen. Dazu zählen Weißabgleich, elektronische Bildstabilisierung, Serienaufnahme und Zeitverzögerungen.

Diese sind jedoch recht kompliziert zu erreichen, da man sich mühselig durch die Einstellungen klicken muss, um an einfache Funktionen zu gelangen. Der Auslöseknopf ist nicht zu übersehen. Mit ihm werden die Fotos bzw. Videos aufgenommen. Darunter finden wir einen Knopf zum Switchen zwischen Fotos und Videos. In der unteren rechten Ecke können wir uns die Videos und Bilder anschauen und auf das Smartphone übertragen. Im Hintergrund der Steuerknüppel sehen wir übrigens das Livebild der Kamera.

Die Flugmodi

Jetzt wird es erst richtig interessant. Ich erzähle euch ein paar Dinge zu den Flugmodi der Zerotech Dobby, dann davon hat sie ein paar an Board. Es ist zwar kein Flugmodus, aber dafür nennenswert – Der Take-Off-Button (Landeplatz-Symbol mit nach oben zeigendem Pfeil). Hiermit lässt sich die Drohne wahlweise aus der Hand oder vom Boden aus automatisch starten und auch landen. Sie steigt dann auf eine Höhe von ungefähr 1,5 Metern auf.

Zerotech Dobby - App: Short Video
App: Short Video

Beginnen wir mit dem Modus Short Video. Hier fliegt die Zerotech Dobby Drohne dank GPS wahlweise 10, 30 oder 60 Sekunden von ihrer aktuellen Position weg. Perfekt, um atemberaubende Flyouts zu erstellen.

Zerotech Dobby - App: Orbit Modus
App: Orbit Modus

Im Orbitmodus fliegt die Dobby Drohne im Kreis um ein Objekt herum. Dabei ist ihre aktuelle Position der Mittelpunkt. Via App lassen sich dann Radius und Höhe einstellen.

Zerotech Dobby - App: Target Tracking
App: Target Tracking

Target Tracking heißt der nächste Modus. Hiermit ist es möglich, sich bewegende Personen oder Objekte zu markieren und sie mit der Zerotech Dobby verfolgen zu lassen.

Zerotech Dobby - App: Face Tracking
App: Face Tracking

Über das sogenannte Face-Tracking erkennt der Zerotech Dobby Quadrocopter das Gesicht, welches in die Kamera schaut und verfolgt es, wenn es sich bewegt.

Zerotech Dobby - App: Return Home
App: Return Home

Return Home – eine weitere sehr nützliche Funktion, die das Leben der Drohne retten kann. Fliegt die Drohne ausser Sichtweite oder soll aus einem anderen Grund auf direktem Weg zurückgeflogen kommen, wird der RTH (Return-To-Home)gedrückt. Die Drohne fliegt selbstständig den Punkt an, an der sie gestartet ist, beispielsweise bei schwachem Akku, Verbindungsabbruch zum Smartphone oder bei Fliegen außerhalb der Reichweite.

Fazit zur Zerotech Dobby Drohne

Die Selfiedrohne Zerotech Dobby ist eine sehr kompakte Drohne, die für den Transport in der Hosentasche aufgrund ihrer Abmessungen sehr gut geeignet ist. Durch ihre einfache Bedienung und der zuverlässigen Umsetzung der Steuerung ist sie sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene gut geeignet. Selfiefans kommen dank der überzeugenden Fotoqualität voll auf ihre Kosten. Mit unter 400€ ist sie die günstigste und kompakteste Selfiedrohne auf dem Markt.

Falls Euch der Copter gefallen hat, schaut Euch gerne auch mal den DJI Mavic Pro Quadrocopter oder auch die Lily Drohne an. Ansonsten legen wir Euch weitere Drohnen und Quadrocopter ans Herz oder schaut mal im Quadrocopter Shop mit den besten Coptern vorbei.

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