Yuneec Typhoon H Hexacopter – 4K-Drohne im Testbericht

Yuneec Typhoon H Hexacopter - Drohne

Endlich mal ein Hexacopter, denn dank Yuneec konnten wir jetzt den Yuneec Typhoon H ausgiebig testen und alle Funktionen auch in der Luft ausprobieren. In diesem aktuellen Testbericht erfahrt ihr daher alles, was ihr zum Yuneec Typhoon H Hexacopter wissen müsst. Inklusive aller Flugmodi und wir haben zahlreiche Fotos und Videos für euch. Der Yuneec Typhoon H ist in vielen Belangen ein sehr genialer Copter und in den letzten Wochen hat er uns viel Freude bereitet. Warum? Das erfahrt ihr im großen Testbericht des Typhoon H. Los gehts!

Beim Yuneec Typhoon H Hexacopter handelt es sich um einen RTF-Copter (das heißt er ist direkt ready to fly). Vor dem ersten Flug müsst ihr einfach nur sicherstellen, dass die Akkus geladen sind (sowohl vom Typhoon H als auch von der Fernbedienung ST16, welche von Yuneec auch Bodenstation genannt wird. Warum? das erfahrt ihr weiter unten). Bisher sind wir ja nur klassische Quadrocopter geflogen und hatten noch keine Erfahrung mit Hexacoptern. Ob das ein Problem war? Nun, wenn ihr die volle Wahrheit wissen möchtet, solltet ihr dranbleiben. Hier vorab schonmal zwei Fotos, die wir selbst gemacht haben – sieht fast aus wie ein Insekt, das in die Luft möchte, oder?


Das Insekt würde gerne starten - der Blick des Typhoon H Copters von Yuneec
Das Insekt würde gerne starten – der Blick des Typhoon H Copters von Yuneec
Dronie mit dem Yuneec Typhoon H
Dronie mit dem Yuneec Typhoon H

Bevor wir weitermachen haben wir aber natürlich auch das offizielle Video des Typhoon H Hexacopters für euch. Einsteigen und festhalten.

Das offizielle Video zum Yuneec Typhoon H Hexacopter

In dem Video könnt ihr schon erahnen, was man mit dem Typhoon H so alles machen kann. Es werden auch schon die ersten Flugmodi gezeigt. Doch es gibt bei diesem Hexacopter noch viel mehr zu entdecken. Und genau deshalb fangen wir direkt einmal mit dem Lieferumfang an, damit ihr genau sehen könnt, was in dem Paket enthalten ist.

Lieferumfang des Yuneec Typhoon H – was ist alles dabei?

Wir haben den Yuneec Typhoon H in einem passenden Rucksack geliefert bekommen. Es handelt sich um die Version YUNTYHBPEU. Hier eine Liste aller Dinge, die im Lieferumfang enthalten sind:

  • Hexacopter Yuneec Typhoon H
  • Maximale Fluggeschwindigkeit 70km/h (im Follow-Me-Modus)
  • CGO3+ 4K-Kamera inklusive Kamera-Gimbal (3-achsig stabilisiert)
  • 2x Akku inklusive Ladegerät und Netzteil (4S 14,8 V 5400 mAh)
  • ST16 Bodenstation
  • 10x Propeller (5x linksdrehend, 5x rechtsdrehend) – also 4 Ersatzpropeller
  • Yuneec Wizard (mehr dazu unten)
  • Diverse Gebrauchsanleitungen und Hinweiskarten (sehr hilfreich für den ersten Start)
  • Flugdauer / Flugzeit etwa 25 Minuten
  • Abfluggewicht: 1,9 Kilogramm

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Hier eine Aufnahme vom Rucksack, in dem der Copter inklusive Zubehör transportiert werden kann:

Rucksack des Typhoon H
Rucksack des Typhoon H

Der erste Eindruck (zählt)

Als der Copter geliefert wurde, konnten wir es kaum erwarten den Typhoon H von Yuneec endlich auszupacken. Wir waren schon etwas nervös, da wir die Drohne unbedingt fliegen wollten. Also haben wir den Karton aufgemacht und zum Vorschein kam ein schwarzer Rucksack. Sieht auf jeden Fall ziemlich stabil und wertig aus.

Und dann – rrrrrrratsch, schnell den Reißverschluss des Rucksacks geöffnet und zum Vorschein kommt der komplette Copter samt Zubehör. Erstaunlich, wie gut das alles in den Rucksack passt. Und natürlich ist der Rucksack mit Styropor gefüllt und die Teile passen sehr genau in die dafür vorgesehen Lücken – und wackeln wirklich garnicht (sind also sehr gut geschützt). Aber seht selbst:

Typhoon H Hexacopter im Rucksack / Koffer
Typhoon H Hexacopter im Rucksack / Koffer

Nimmt man den Typhoon H, die Bodenstation ST16 sowie die Akkus aus dem Rucksack, so fällt sofort die wertige Verarbeitung auf. Und trotz aller Technik liegt das Abfluggewicht des Copters bei nur 1,9 Kilogramm (also unter der Marke von 2 Kilogramm, was beim Thema Flugerlaubnis und Genehmigung für Copter wichtig ist).

Hier ein Blick auf die Motoren und Propeller des Hexacopters:

Motoren und Propeller des Yuneec Typhoon H Hexacopters
Motoren und Propeller

Die Verarbeitung des Copters ist sehr gut und die Rotorarme (6 Stück, da es sich um einen Hexacopter handelt) sind zu Beginn eingeklappt. Diese werden vor dem Flug nach oben geklappt. Die Propeller stecken in einer separaten Verpackung – genau wie das Ladegerät. Übrigens: Zu Beginn kam uns vor allen Dingen die Bodenstation ST16 relativ groß vor – wenn man sie mit anderen Coptern vergleicht. Aber weiter unten steht, warum das ganz gut ist. Zuerst aber zu den Flugeigenschaften.

Der erste Start und die Flugeigenschaften

Vor dem Start muss man den Yuneec Typhoon H Hexacopter kalibrieren. Dazu sollte eine Stelle gewählt werden, an welcher der Empfang zu den GPS-Satelliten sehr gut ist. Und dann kann es im Prinzip auch schon losgehen: Propeller montieren, Batterie einlegen, Fernsteuerung ST16 einschalten, Copter einschalten und fertig. Wir haben beim ersten Mal zwei bis drei Versuche benötigt, bis alles korrekt verbunden war. Danach hat es immer sofort und bedingungslos geklappt.

Wenn alles korrekt verbunden ist muss nur noch der rote Start-/Stop-Knopf an der ST16 gedrückt werden und schon fangen sich die Propeller an zu drehen. Dann Schub geben und schon bewegt sich der Hexacopter Yuneec Typhoon H butterweich in die Luft. Ganz spannend war, dass der Copter deutlich leiser ist als wir dachten. Die Vermutung lag nahe, dass die sechs Motoren deutlich lauter sind als die vier bei einem Quadrocopter. Das ist aber nicht der Fall. Der Typhoon H gleitet ziemlich leise dahin – was mir persönlich sehr gut gefällt.

Yuneec Typhoon H im Flug
Yuneec Typhoon H im Flug

Wir sind natürlich gleich die typischen Manöver geflogen: Schnelles Aufsteigen, abruptes Abbremsen, schnelle Richtungswechsel und schneller Abstieg von etwa 100 Metern höhe. Und wir müssen sagen: Die Flugeigenschaften des Yuneec Typhoon H sind sehr gut. Wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl, die Kontrolle über den Copter zu verlieren. Und auch die Kamera bzw. der Gimbal gleicht abrupte Flugbewegungen des Piloten ziemlich gut aus. Deshalb schauen wir uns jetzt auch auf die CGO3+ Kamera des Yuneec Typhoon H etwas genauer an.

Die CGO3+ 4K Kamera des Typhoon H

Die CGO3+ 4K-Kamera des Yuneec Typhoon H
Die CGO3+ 4K-Kamera des Yuneec Typhoon H

Das Herzstück des Hexacopters Typhoon H von Yuneec ist sicherlich seine 4K-Kamera – von Yuneec als CGO3+ Kamera bezeichnet. Die Kamera ist frei schwenkbar – sogar um 360°, was nicht viele Copter können. Sie kann wie angedeutet in 4K Ultra-HD filmen (bei 30 Frames pro Sekunde) und nimmt Fotos mit 12 Megapixeln auf.

Super ist, dass die Kamera durch den 3-Achs-Gimbal zu 100% stabilisiert ist. In unseren Testflügen konnten wir hier keine Wackler feststellen. Gimbal und Kamera harmonieren einfach super zusammen. Das Video-Signal wird übrigens in HD auf das 7-Zoll-Tablet in der Fernsteuerung ST16 gestreamt (bis zu etwa 400 Metern Entfernung)

Die Bodenstation ST16

Ein besonderes Highlight ist aus unserer Sicht übrigens die Fernsteuerung / Bodenstation ST16, welche im Lieferumfang enthalten ist. Auf den ersten Blick wirkt die ST16 relativ groß, aber auf den zweiten Blick ist das durchaus sinnvoll. Und so sieht die ST16 in voller Pracht aus:

Die ST16 Bodenstation von Yuneec
Die ST16 Bodenstation von Yuneec

Das Kernstück der ST16 ist auf jeden Fall das 7-Zoll Touchpad (läuft auf Android-Betriebssystem) in der Mitte. Hier werden sowohl die meisten Einstellungen vorgenommen und außerdem wird hier das Livebild der Kamera dargestellt. Ansonsten gibt es neben der Steuerung noch weitere wichtige Funktionen an der ST16: Start-/Stop-Knopf, Knöpfe zum starten eines Videos oder knipsen eines Fotos, ein Hebel um das Landegestell hochzufahren und noch einige mehr.

Zudem kann an dem Drehknopf oben links die Rotation der Kamera eingestellt werden. Das ist genial, denn so muss man für ein Panorame nicht mehr zittrig im Kreis fliegen – sondern die Kamera kann sich bei einer festlegten Geschwindigkeit (die kann man varriieren) um 360 Grad drehen (nicht vergessen, vorher das Landegestell hochzufahren).

Start-/Stop-Knopf und Stellrad für den Neigungswinkel der Kamera an der ST16 von Yuneec
Start-/Stop-Knopf und Stellrad für den Neigungswinkel der Kamera an der ST16 von Yuneec

Fazit zur ST16: Die Fernsteuerung liegt sehr gut in der Hand. Die Video-Übertragung funktioniert einwandfrei und die Funktionen lassen sich prima über Hebel aber auch über das Tablet einstellen. Einziger Nachteil: Das Display reflektiert sehr stark. Daher muss man die optimale Position für die Fernbedienung finden.

Hier noch ein Blick auf die ST16 in Action:

Yuneec Typhoon H Bodenstation ST16
Bodenstation ST16

Hindernisvermeidung dank Sensoren

Großen Respekt verlangen Copter-Piloten immer natürliche oder unvorhergesehene Hindernisse ab. Aus diesem Grund ist der Yuneec Typhoon H auch mit einem intelligenten System mit verschiedern Sensoren ausgestattet. Diese sollen die Kollision mit Hindernissen wie etwa Bäumen, Häusern, Brücken etc. verhindern. Es handelt sich dabei um Ultraschallsensoren, die vorne am Copter angebracht sind. Wer sich den Typhoon H in der PRO-Version (kann man für etwa 1.400 Euro kaufen) leisten kann, bekommt sogar noch Intel-RealSense-Technologie. Diese ist nochmals deutlich ausgefeilter und merkt sich zum Beispiel sogar die Position von Hindernissen.

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Die Flugmodi des Yuneec Typhoon H

Dass der Typhoon H mit einer automatischen Return-Home-Funktion ausgestattet ist, brauchen wir nicht näher zu erwähnen. Dieser Modus gehört dazu und bringt den Copter z.B. bei geringer verbleibender Flugdauer oder per Knopfdruck wieder zum Startpunkt des Fluges zurück und landet den Copter sicher. Es gibt aber noch weitere spannende Flugmodi, die wir hier vorstellen möchten:

Follow-Me und Watch-Me Modus

Beim Follow-Me Modus (vielen Lesern bestimmt schon bekannt) folgt der Copter dem Piloten bzw. der Position der Fernsteuerung. Das ist sehr praktisch und kann zu wundervollen Aufnahmen führen. Super cool und sogar fast noch besser finden wir den getesteten Watch-Me-Modus. Hier folgt der Copter nicht nur der Position der Bodenstation in gewissem Abstand. Nein. Die Kamera ist sogar permanent auf den Piloten gerichtet. Hier auch das passende Video – sehr spannend:

POI Modus

Der Point of Interest Modus hat es uns besonders angetan. Möchte man ein bestimmtes Objekt umfliegen und gleichzeitig filmen, muss man sicher mit der Steuerung und der Kamera einer Drohne umgehen können. Einfacher gehts im POI Modus des Typhoon H. Hier kann ein ein Objekt ausgewählt werden, welches dann vom Typhoon H von Yuneec automatisch umflogen wird. Aber nicht nur das: Gleichzeitig wird das Objekt auch noch gefilmt. So entstehen saubere und wackelfreie Aufnahmen.

Orbit Me Modus

Möchte man sich selbst mal aus allen Himmelsrichtungen aus der Luft filmen, dann ist man im Orbit Me Modus genau richtig. Hier umkreist der Yuneec Typhoon H den Piloten (bzw. die Position an der sich die Bodenstation befindet) und die Kamera ist ebenfalls permanent auf den Pilot gerichtet. Stellt euch mal diese Aufnahmen vor, während ihr auf einem Berg oder am Strand steht – klasse!

Journey Modus

Für alle die Drohnen-Selfies – sogenannte Dronies – lieben, ist der Journey Modus gemacht. Der Hexacopter fliegt automatisch bis zu 90 Meter weit weg und fliegt dann auf den Piloten zu, um das optimale Selfie aus der Luft zu machen. Cool!

Curve Cable Cam Mode

In diesem Flugmodus folgt der Yuneec Typhoon H Hexacopter den vorher auf dem Display der Bodenstation festgelegten Wegpunkten. Super ist, dass die Kamera während des Fluges frei kontrollierbar bleibt. So entstehen tolle Landschaftsaufnahmen, bei denen man die Kamera noch selbst steuern kann.

Teammodus mit dem Yuneec Wizard

Yuneec bietet beim Typhoon H Hexacopter noch ein besonderes Zubehör an: Den Yuneec Wizard. Der Yuneec Wizard ist eine weitere Fernsteuerung (sieht aus wie eine Fernbedienung vom Fernseher). Mit dem Wizard kann die Drohne völlig autark gesteuert werden. Mit dem Wizard lassen sich zudem die Motoren starten und man kann zwischen den unterschiedlichen Flugmodi manuelles Fliegen, Watch Me und Follow Me etc. wechseln. Auch der Modus Point-To-Fly kann genutzt werden. Einfach mit der Fernsteuerung auf einen bestimmten Punkt zeigen, bestätigen und schon fliegt die Drohne an den ausgewählten Punkt.

Und so sieht die „Fernsteuerung“ Yuneec Wizard aus:

Yuneec Wizard Fernsteuerung
Yuneec Wizard Fernsteuerung

Technische Details (nur die wichtigsten)

Hexacopter:
Größe des Copters: 520x457x310 Millimeter
Abfluggewicht: etwa 1,9 Kilogramm (2,06 Kilogramm mit RealSense Technologie – bitte Update zum Thema Drohne Flugerlaubnis beachten)
Flugzeit / Flugdauer: Bis zu 25 Minuten
Akkuleistung: 4S 14,8 V 5400 mAh (79,9Wh)
Maximale Rotationsgeschwindigkeit: 85°/s
Maximale Aufstiegsgeschwindigkeit / Sinkgeschwindigkeit: 5m/s / 3m/s
Maximale Follow-Me-Geschwindigkeit: 70 km/h
Reichweite der Steuersignale: eta 1,6 Kilometer

Kamera:
Größe der Kamera: 115x74x135 Millimeter
Gewicht: 255 Gramm
Auflösung Video: Ultra-HD: 4K bei 30 Frames per Second / Full HD: 1080p bei 24/25/30/48/50/60/120 Frames per Second (FPS)
Blickwinkel der Kamera: 94°
Linse: 14 Millimeter / F2,8
Reichweite der Video-Übertragung: etwa 400 Meter

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Abschließende Gedanken zum Typhoon H von Yuneec

Also wir sind mit dem Typhoon H Hexacopter von Yuneec sehr zufrieden. Hier könnt ihr übrigens die offizielle Website von Yuneec besuchen und hier gehts zur Detailseite. Wir hatten von Anfang an ein gutes Gefühl und konnten den Copter sofort sehr gut steuern und die Video-Aufnahmen gefallen uns ebenfalls sehr gut. Wichtig finden wir auch, dass sich der Hexacopter gut transportieren lässt – und zwar in dem mitgelieferten Rucksack. Das muss auch sein, da der Hexacopter etwas größter ist als die typischen Quadrocopter. Dafür hat er aber den Vorteil, dass er dank sechs Motoren nochmal deutlich stabiler fliegt, als viele der Quadrocopter mit vier Motoren.

Danke für euer Interesse an diesem Testbericht. Falls ihr Lust auf mehr bekommen habt, schaut doch einfach mal auf der Startseite zu Drohnen und Quadrocoptern vorbei oder lest euch mehr zum Thema Haftpflichtversicherung für Drohnen durch, denn die Absicherung wird immer wichtiger.

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