Amazon plant fliegende Warenhäuser

Zeichnung des Amazon-Konzepts

Lagerplätze in der Luft? Was nach einem verrückten Science-Fiction-Film klingt, könnte bald zur Realität werden: Amazon plant fliegende Warenhäuser. Kommen unsere Bestellungen also in Zukunft aus der Luft? Die Antwort lautet: Ja. So tüftelt Amazon ja auch seit längerer Zeit an Paket-Drohnen mit dem Namen Amazon Prime Air.

Etwa 13 – 14 km über der Lieferregion sollen künftig Warenhaus-Luftschiffe von Amazon schweben. Diese Flughöhe liegt damit oberhalb der sonst von Passagierflugzeugen genutzten Reiserouten.


Mit kleineren Luftschiffen soll das große fliegende Lager beliefert werden

Auslieferung per Drohne

Die eigentliche Auslieferung der Waren soll dann mittels Drohnen erfolgen. Da ein Sinkflug von oben nur wenig Energie benötigt, sollen sie die Schwerkraft nutzen. Vermutlich könnten die Lieferdrohnen für einen Segelflug kleine Flügel haben. Wir könnten uns wiederum vorstellen, dass Wasserstoff als Antrieb eine güngstige und langanhaltende Alternative wäre.

Lesetipp: Amazon ist mit diesen Ideen nicht alleine – denn DHL testet ja ebenfalls Paket-Drohnen und hat im Laufe der Zeit schon einige erfolgreiche Tests hinter sich gebracht.

Durch kleinere Luftschiffe  oder Drohnen soll das schwebende Amazon-Warenhaus mit Waren oder Energie versorgt werden. Sogar der Transport von Arbeitskräften in die fliegenden Lager wäre denkbar.

Im Luftschiff lagert die Ware sowie Drohnen, die die Ware nach unten befördern

Nach der Amazon-Idee soll die Bestellung samt Auslieferung aus dem Warenhaus-Luftschiff komplett autonom (computergesteuert) erfolgen. Die Luftschiffe werden über Gebieten mit großer Nachfrage (z.B. Großstädten wie Berlin, Hamburg, München oder Köln) positioniert. Von dort starten dann die Drohnen-Lieferflotten. Ein Konsument könnte beispielsweise per Internet einen Artikel bestellen, der umgehend aus großer Höhe direkt geliefert wird.

Fraglich allerdings ist das Ganze in ländlichen Regionen. Ob sich Amazon den Aufwand machen würde für die ein oder andere Lieferung auch in weniger dicht besiedelten Luftschiffe zu positionieren?

Leistung der Drohnen beschränkt

Ist die Ware einmal abgeliefert, müssen die Drohnen wieder zurück. Doch wohin, wenn der Akku leer ist? Ganz Einfach: Sie fliegen zu einem Nachschubzentrum, wo sie mit Unterstützung eines kleineren Luftschiffs zu dem großen schwebenden Warenlagern zurückzukehren. Und so könnte das dann aussehen:

Die Drohnen fliegen nicht direkt zum großen Luftschiff, sondern werden durch andere kleinere Schiffe wieder nach oben gebracht

Wie groß das Luftschiff sein wird bleibt unklar. Amazon legt sich auf keine markanten Daten fest und gibt an, dass es „mehrere hunderte Fuß“ lang sein und „mehrere Hundert Tonnen“ transportieren könnte. Auch die Art und Form des Luftschiffes bleibt unbekannt. Es könnte sich um „jeden Typ“ handeln, so Amazon.

Hier ein kleiner Denkanstoß, was diese Aussage bedeutet: Das deutsche Unternehmen Cargolifter wollte das bislang weltgrößte Frachtluftschiff bauen. Es sollte mit 260 Metern Länge rund 160 Tonnen Fracht transportieren, mit einer Zehn-Mann-Besatzung. Doch leider ging Cargolifter im Jahr 2002 pleite.

Was meint Ihr? Sieht so wirklich die Zukunft aus? Oder sollte es beim klassischen Postboten bleiben? Wir freuen uns über eure Kommentare!

Und ihr könnt auch gerne weiterstöbern und weitere spannende Themen zu Drohnen und Quadrocoptern entdecken.

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1 Kommentar zu Amazon plant fliegende Warenhäuser

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